Aktuelle Situation
Der hohe Trockenmasseanteil des Grases sorgt auf vielen Betrieben für hervorragende Weidebedingungen. Infolgedessen ist oft mehr Gras verfügbar, als die Messwerte vermuten lassen. Einige Betriebe sind bereits in die zweite Weiderotation eingestiegen, obwohl in einigen Fällen höhere durchschnittliche Weideflächenbedeckungen (AFCs) als ideal gemeldet werden.
Trockenes und kühles Wetter hat das Graswachstum in einigen Gebieten etwas verlangsamt. Kühe, die im Frühjahr kalben, weisen jedoch vor der Paarung gute Körperkonditionswerte (BCS) auf, und dank der günstigen Bedingungen war ein früherer Austrieb der Jungtiere möglich.
Prioritäten für den kommenden Monat
Das Graswachstum nimmt jetzt Fahrt auf und erreicht 40–50 kg Trockenmasse pro Tag. Wenn der Regen wieder einsetzt, können Sie ihn optimal nutzen!
Hier sind die wichtigsten Managementmaßnahmen, auf die Sie sich konzentrieren sollten:
- Kraftfutterfütterung anpassen: Wenn der „magische Tag“ (der Zeitpunkt, an dem das Graswachstum den Bedarf der Tiere deckt) vorbei ist, passen Sie die Konzentrationsmenge an, um die Ziele vor der Paarung zu erreichen oder im Herbst kalbende Kühe auf der Weide herauszufordern.
- Gehen Sie mit der Stickstoffanwendung sorgfältig um: Bei geringen Niederschlägen ist es wahrscheinlich, dass Reststickstoff aus der Frühjahrsdüngung im Boden verbleibt. Berücksichtigen Sie dies bei der Planung weiterer Düngemitteleinsätze.
- Grasprüfung: Führen Sie vor dem ersten Silageschnitt eine Grasanalyse durch, um den Ammoniakstickstoffgehalt zu überprüfen, da Reststickstoff im Boden die Silagequalität beeinträchtigen könnte.
- Frühjahrskalbungen: Beginnen Sie jetzt mit der Brunstkontrolle vor der Paarung, um Nicht-Radfahrer vor dem offiziellen Beginn der Paarung zu identifizieren.
- Krankheitsüberwachung: Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über das aktuelle Risiko des Blauzungenvirus und den Impfzeitpunkt. Weitere Informationen finden Sie im AHDB-Webinar oder bei NADIS.
- Herbstkalbende Färsen: Überwachen Sie den BCS trächtiger Färsen sorgfältig. Mit guten Weidebedingungen und hochwertigem Gras stellen Sie sicher, dass die Tiere vor dem Kalben nicht überkonditioniert werden.
Für eine individuelle Beratung speziell für Ihren Betrieb, Kontaktieren Sie Ihren Pasture to Profit-Berater mehr Informationen.



