Der Regen der letzten Tage hat die Entwicklung nicht allzu sehr verlangsamt – die Weidewirtschaft hält sich gut, auch wenn wir auf den Herbst zugehen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Silagequalität zu überprüfen, die Gesundheit der Kälber im Auge zu behalten und die Herde auf die Zucht vorzubereiten.
MOMENTANE SITUATION
- Weiden, stark halten. Die Weidebedingungen sind im Allgemeinen gut, da die jüngsten Niederschläge die Bodenbegehbarkeit nicht wesentlich beeinträchtigen. Die Herbstweide wird voraussichtlich ohne größere Einschränkungen fortgesetzt.
- Rest- und Ergänzungsverwaltung. Hohe Zufütterung und die sich ändernde Schmackhaftigkeit des Grases erschweren die Rückstände. Eine genaue Flächenzuteilung und ausgewogene Zufütterung sind der Schlüssel zu einer effektiven Abweidung.
- Warme Böden unterstützen das Wachstum. Die Bodentemperaturen bleiben hoch, was das Graswachstum vorerst unterstützt. Dies ist ein positives Zeichen für die kurzfristige Verfügbarkeit von Weideland.
- Winterfutter-Boost. Günstige Wachstumsbedingungen ermöglichen einen späten Schnitt des Winterfutters. Viele Landwirte begegnen potenziellen Engpässen zudem durch gezielte Futtermittelkäufe.
- Ergebnisse der Mischzucht. Die Trächtigkeitsraten im Frühjahr nach sechs Wochen sind hoch und reichen von gut bis ausgezeichnet. In einigen Herden sind die endgültigen Leerstandsraten trotz anfänglicher Erfolge jedoch immer noch hartnäckig hoch.
- Bedenken hinsichtlich der Kälbergesundheit. In einigen Regionen wurden Fälle von Kälberpneumonie und Kryptosporidiose gemeldet. Diese Gesundheitsprobleme erfordern möglicherweise eine genauere Überwachung und tierärztliche Hilfe.
AUSBLICK – NOVEMBERPLANUNG
- Überwachung der Silagequalität. Spät geschnittene Silage kann einen geringeren Trockenmasseanteil aufweisen. Stellen Sie sicher, dass die Abwassersysteme für den erhöhten Feuchtigkeitsgehalt gerüstet sind.
- Grundlagen der Zuchtvorbereitung. Zur Vorbereitung der Zucht im Herbst gehört die Überwachung der Brunstzeiten und die Überprüfung der korrekten Funktion von Halsbändern und Marken. Die Zuverlässigkeit der Technologie ist entscheidend für den Erfolg.
- Manuelle Erkennung immer noch wertvoll. Für Herden ohne Technologie sind Schwanzbemalung und manuelle Brunsterkennung weiterhin wirksam. Diese Methoden tragen dazu bei, dass bei der Paarung keine Brunst übersehen wird.
- Strategie für den Körperzustand. Magere Kühe können von einem täglichen Melken profitieren, um ihre körperliche Verfassung zu verbessern. Dies kann zu besseren Zuchtergebnissen beitragen oder die Kühe auf das Trockenstellen vorbereiten.
- Lungenentzündung: Ein genauerer Blick. Schon wenige Fälle von Lungenentzündung erfordern eine Untersuchung. Subklinische Infektionen können die Immunität der Kälber schwächen und die Leistung der Herde langfristig beeinträchtigen. Eine Lungenuntersuchung kann helfen, problematische Phasen in Ihrer Kälberaufzucht zu identifizieren. Eine Konsultation mit einem Tierarzt ist empfehlenswert.
- Überprüfung des Winterfutterbudgets. Berechnen Sie Ihr Winterfutterbudget neu und berücksichtigen Sie dabei die Beiträge zur späten Silage und zum Herbstwachstum/AFC. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Futter haben, um Ihre Herde bis zum Frühjahrsaustrieb zu versorgen.
Bitte kontaktieren Sie das Pasture to Profit-Team für Unterstützung oder wenn Sie Fragen haben.



